Was ist (transkulturelle) Kunsttherapie?

In jeder von uns steckt kreatives Potenzial und in einem kunsttherapeutischen Prozess entdeckst Du erneut Dein selbstbewusstes Denken, Handeln, Vorstellen und Fühlen.

Kunsttherapie ermöglicht eine nonverbale Verarbeitung von Emotionen. Die nicht ausgesprochenen Gefühle und Gedanken zeigen sich durch den Malprozess auf dem Papier.
Ein kunsttherapeutischer Ich-stärkender, ressourcenorientierter Ansatz ermöglicht den Menschen durch das Tun im kreativen Prozess diese Gefühle und Gedanken zu überwinden.
Die Menschen nehmen unbewusst ihre eigenen Gefühle besser wahr. Dabei kommt es weniger auf Kunstverständnis oder „Können“ an. Es geht eher um freies Gestalten.

Die Kunsttherapie bedeutet auch Prävention, Burnout Prophylaxe. Sie hat nicht nur eine Bedeutung als Therapieform in stationären Bereichen wie Kliniken, Reha und Psychiatrie, sondern es geht um eine Entlastung der Seele, bevor der stressigen Alltag den Mensch überrollt hat. 


Ich benutze dabei auch seit Jahren erfolgreich meine selbst entwickelte kunsttherapeutische bildASet-Methode.
 

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Zur Verfügung gestellte Materialien im kunsttherapeutischen Prozess sind Ölkreide, Bunt – und Filzstifte, flüssigen Farben jeder Art, jedes Formatpapier, Ton, natürliche Materialien und pflanzliche Farben. Am Anfang arbeitest Du überwiegend mit Ölkreide und Buntstifte, um eine gewisse Stabilität zu bekommen. Dadurch bleiben eventuelle traumatische Erfahrungen erst mal in Rahmen und überspringen diesen nicht. Später im Laufe des Prozesses, hast Du die Möglichkeit Materialien wie flüssige Farben mit größeren Leinwänden zu wählen und zu schauen, was Du gerade in dieser Situation brauchst, um Deine Gefühle auf dem Papier darzustellen.

Meine Arbeit mit Dir ist ressourcenorientiert und ICH-stärkend!

„Das habe ich vorher noch nie versucht, also bin ich völlig sicher, dass ich es schaffe!“ - Pippi Langstrumpf

Wie arbeite ich? Beispiele:

Träume malen lassen. Ich arbeite sehr oft und sehr gerne mit Träume. Träume sind die Botschaft unserer Seele. Sie verraten uns, was wir tagsüber erlebt, beeindruckt oder uns gestört hat. Sie haben viel mit unseren Ängsten zu tun und auch mit unserer Vergangenheit. Sie verraten uns auch unsere Zukunft. Es gibt ein tolles Buch von Ulrich Kühn: „Der Traum ist die vergessene Sprache Gottes.“

 

Blind malen lassen. Die Augen schließen, den Verstand ausschalten und nur das Herz angeschaltet lassen. Eine tolle Übung für Menschen, die gerne die Kontrolle behalten wollen, für den die Leistung eine große Rolle im Leben spielt und für Menschen, die kein Geduld haben.

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Als Einstieg geeignet:„Fußball“ spielen.

 

Das kann abhängig von der Papiergröße als Paarübung oder mit mehreren Teilnehmer*innen gleichzeitig gespielt werden.

Jeder Teilnehmer*in nimmt sich ihre Lieblingsfarbe. Als erstes zeichnen wir die Tore und in der Mitte des Blattes einen Ball. Dann schießen die Klient*innen mit Kreide, bunte Stiften usw. in das jeweils gegenüberliegenden Tor. So entwickelt sich ein ungeplantes Muster. Daraufhin bemalen die Teilnehmer*innen die sich ergebenden Flächen und entsteht durch einen unbewussten Prozess ein buntes Bild. Wenn das Bild fertig ist, lassen sich Figuren und Objekte erkennen.

Dieses bereichert den kunsttherapeutischen Prozess signifikant und macht ihn bedeutsam.

„Jede Kultur behandelt das gleiche psychische Material auf verschiedene Weise“ - G. Devereux

Ich arbeite gerne transkulturell. Dabei geht es konkret um kulturübergreifende Kunsttherapie inklusive praktischer Übungen, unter Berücksichtigung der Kultur der jeweiligen Herkunftsländer als Ressource. Die Kultur spielt eine enorme Rolle. Kunsttherapeutische Methoden, ihre Verwendung und der Umgang im therapeutischen Setting können eine Weiterentwicklung erfahren, wenn die Kultur des Gegenübers als Ressource berücksichtigt wird. Jede ethnische Gesellschaft hat ein spezifisches Bildgedächtnis, das sich aus der Geschichte, Kultur und den Erfahrungen ihres Landes speist (Natur, Erziehung, Architektur, Rituale, Religion, Kunst etc.). Eine psychische Reaktion mag ähnlich sein, aber die Verarbeitung ist aus dem kulturell-gesellschaftlichen Zusammenhang unterschiedlich. 


Im Laufe meiner Arbeit hatte ich viele Möglichkeiten diese Entwicklungen zu beobachten und zu dokumentieren. 

Ich habe eine Migrationsgeschichte und wenn Du mit mir arbeitest sind transkulturelle Impulsen immer dabei! 

Neben der kunsttherapeutische Begleitung, arbeite ich im Einzel- und Gruppensetting auch mit Imaginationsreisen bzw. mit Körper- und Entspannungsübungen. Im Kombination von beiden entspannst Du nicht nur Deine Seele, sondern auch Deinen Körper. Denn beide sind untrennbar und ständig im Prozess. Heilung finden nur dann statt, wenn Du Dich im Ganzen betrachtest. 

Meine Vision ist die Entwicklung der Kunsttherapie auf internationaler

Ebene aufzubauen. Das heißt: Nicht nur die westlich- orientierte, industrielle Kultur zu berücksichtigen, sondern auch die Süd/Ostorientierte.

 – Antoaneta Slavova –